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Nach Rückrufaktion: Absatzeinbruch Toyotas in den Vereinigten Staaten

30.01.2010


Die Absatzzahlen für Toyota in den Vereinigten Staaten erlitten nach der Rückrufaktion des japanischen Autoherstellers einen dramatischen Einbruch. Im Januar sanken die Verkaufszahlen für Toyota um 8,7 Prozent. Inzwischen wurde bekannt, dass Toyota weltweit über acht Millionen Fahrzeuge wegen defekter Gaspedale zurückrufen muss. Die Kosten der Rückrufaktion werden von Experten auf 1,1 bis 2,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Marktbeobachter schätzen ein, dass sich Toyota damit ein massives Image-Problem eingehandelt hat. Der Hersteller, der für die hohe Qualität seiner Fahrzeuge bekannt war, hat offenbar zu knapp kalkuliert. Die Süddeutsche Zeitung zitiert dazu Professor Horst Wildemann von der Technischen Universität München, der einschätzt, dass das Problem mit den Gaspedalen hausgemacht sei. Wildemann hält es für ein Indiz dafür, dass man bei Toyota „aus Kostengesichtspunkten bis an die technologischen Grenzen gegangen“ sei. Toyota ist zurzeit immer noch Weltmarktführer in der Automobilindustrie. Die Imageprobleme des japanischen Herstellers nutzt nun der deutsche Autobauer VW, um sich selbst möglicherweise schon bald auf Platz Eins der führenden Automobilhersteller zu setzen. Mit ihrer „Strategie 2018“ wollen die Wolfsburger Autobauer Toyota in den USA den ersten Platz streitig machen. Bis zum Jahr 2018 will VW in den Vereinigten Staaten eine Million Autos verkaufen und damit an Toyota vorbeiziehen. Weltweit will VW dann zehn Millionen Fahrzeuge pro Jahr an den Mann oder die Frau bringen.

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